Wie und warum wir hier leben

Wir leben im "Langen Haus", eigentlich bestehend aus fünf kleinen Arbeiter*innenhäusern mit jeweils 12 Zimmern. Durch verschiedene Wanddurchbrüche haben wir uns Gemeinschaftsräume geschaffen, in denen wir in der Regel gemeinsam essen, unsere wöchentlichen Plena abhalten, spielen, reden, Probleme diskutieren, uns treffen.... eben leben. Zusätzlich haben wir alle eigene Zimmer bzw. Wohnbereiche und teilen uns verschiedene Bäder. Sobald es warm wird verwaisen unsere Gemeinschaftsräume und das Leben spielt sich hauptsächlich vor der windgeschützten Südseite des langen Hauses ab.

Unsere Lebensmittel beziehen wir zu 90% von den umliegenden Biohöfen bzw. Hofläden, aus unserem Gemüsegarten. Gekocht wird reihum und meistens vegetarisch und/oder vegan, wenn es auch einige passionierte Fleischesser unter uns gibt.

Alltagsökonomie / Gemeinsame Ökonomie

"2019 haben wir mit der gemeinsamen Ökonomie ausgesetzt und leben seit dem eine Alltagsökonomie. Dass heißt für die Ausgaben von Lebensmitteln gibt es ein gemeinsames Konto, in das jeder monatlich 200,-Euro einzahlt. Auf unser Vereinskonto von "Leben ,Bauen ,Kultur" zahlen wir uns eine Miete und finanzieren damit die laufenden Kosten sowie den weiteren Ausbau der Gebäude. Den alltäglichen Bedarf jedes einzelnen wird selbst getragen zum Beispiel für Autos, Kleidung oder Gesundheitsausgaben etc. Wir leben zur Zeit von verschiedenen Jobs in der Umgebung.

Konsensprinzip

Entscheidungen treffen wir gemeinschaftlich im Konsens. Das heißt es wird nicht abgestimmt, sondern diskutiert und überlegt, bis alle mit einer Lösung zufrieden sind, oder zumindest damit leben können.

Vernetzung

Wir sind vernetzt in einem Zusammenhang von etwa 50 weiteren Kommunen und Projekten, die sich als politische Projekte verstehen. Hier der Link auf die Homepage vom Kommuja-Netzwerk. Auf der Webseite von Contraste findet ihr andere Gemeinschaften dieses Netzwerkes.

 

Und warum leben wir so und nicht anders?

In unserer Satzung haben wir es damals so formuliert:

Wir möchten „einen Lebensraum schaffen, der den menschlichen Bedürfnissen, sowohl nach gemeinschaftlichem Zusammenleben, als auch nach individueller Weiterentwicklung entspricht, und der ein selbstbestimmtes Leben und kollektives Arbeiten unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte ermöglicht.”

Wichtige Grundlagen für unsere Gemeinschaft sind „seit 2019 Alltagsökonomie (davor die gemeinsame Ökonomie), Gleichbewertung der Arbeit, das wöchentliche Plenum, die Entscheidungsfindung im Konsens, achtsamer Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen, Auseinandersetzung mit diskriminierenden Strukturen und die Bereitschaft, sich kritisch mit den eigenen Verhaltensmustern auseinanderzusetzen.”

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